|
+
| Als
der Morgen dämmerte...
Martin
Willing, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, 2008.
Depot:
Atelier Martin Willing, Großheide.
Dort
wo Petrus und die Jünger gefischt haben, auf dem Genezaret, dem See von
Tiberias, hat der Maler die Morgendämmerung auf sich einwirken lassen. Hier
am Ufer des Sees spürt der Israel-Pilger leibhaftig, wie es damals war, als
Petrus, Thomas und einige weitere Jünger ermattet von einer nächtlichen
Fischfahrt zurückkehren, erschöpft und deprimiert, denn sie haben nichts
gefangen haben.
Als
der Morgen dämmerte, stand Jesus am Ufer. Dieses Aussage des Evangelisten
Johannes bündelt alle Kraft unseres Glaubens in einem Bild: Welcher Tag
auch anbricht, wann immer wir ihn erleben, was immer uns erwartet - der
Auferstandene begleitet uns.
Petrus
zieht das leere Netz ins Boot; seine Freunde schlafen. Es ist der Moment, in
dem er die Anwesenheit des auferstandenen Jesus bemerkt und von Christi
Erscheinung, die Zeit und Raum überwindet, erfasst wird.
Joh 21,1-4:
Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von
Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas,
genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des
Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus
sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie
nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am
Ufer.
|