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DEUTSCHLANDS HANDVERLESENES KULTURMAGAZIN FÜR NIEDERRHEIN-OSTFRIESEN

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Wie Kevelaer zu seiner guten Stube kam

KEVELAER - Eröffnet und gesegnet wurde das Konzert- und Bühnenhaus am Samstag, 12. Oktober 1991. Es präsentierte sich nun von Grund auf modernisiert. Das Bühnenhaus von 1966 hatte den Ansprüchen nicht mehr genügt. Damals jedoch, in den 1960ern, war der erste Kulturtempel in der Marienstadt ein bemerkenswerter Fortschritt.

1955, elf Jahre vor Eröffnung des ursprünglichen Konzert- und Bühnenhauses, dachte die Stadt Kevelaer eher an einen Großsaal mit rund 650 Plätzen, anzulegen im Obergeschoss des gerade fertig gestellten Neubaus für das Progymnasium. Damals stand der Gedanke einer Schulaula im Vordergrund. 

1959 legte Amtsdirektor Fritz Holtmann erste Pläne für den "Kultursaalbau neben dem Gymnasium" vor, und der Stadtrat beschloss, die "Mehrzweckhalle für Festlichkeiten" neben dem Gymnasium zu bauen. 

Stadtdirektor Fritz Holtmann und sein Nachfolger Dr. Karl-Heinz Röser (r.)

Im Frühjahr 1962 - Dr. Karl-Heinz Röser trat die Nachfolge von Stadtdirektor Fritz Holtmann an - reichte Architekt Karl Wierichs, der den Auftrag erhalten hatte, seine Pläne für das Projekt "Kultursaal/ Mehrzweckhalle" ein. 

Das neue Gebäude wurde dem Gymnasium an der Ostseite zur Gelderner Straße hin angegliedert. Eine eingeschossige Vorhalle diente als Eingang, sie war zum Vorplatz hin ganz in Glas ausgeführt. Von dort aus ging es zu einem großen Saal mit Bühne. Parallel dazu lag die Pausenhalle, die sich rechtwinkelig an den EIngangsbereich anschloss. Der Hauptsaal bot Platz für 512 Personen in Stuhlreihen. Auf der Bühne konnten sich bei großen Konzerten 120 Sänger und Sängerinnen sowie das Orchester präsentieren. Unter der Bühne gab es einen abdeckbaren Orchestergraben für etwa 30 Musiker. Ebenfalls eine Etage tiefer - eine Treppe im Foyer führte hinunter - befanden sich die Toiletten und die Garderobe. Eingangs- und Pausenhalle konnten bei großen Veranstaltungen einbezogen werden dank flexibler Türen.

Der Abschied von der Aula-Idee wurde 1966 deutlich, als der Stadtrat dem neuen Kulturtempel seinen Namen gab: "Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer". 

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Samstag, 21. August 2010

 

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