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Weite Fahrten zum Kreißsaal Nur noch
zwei geburtshilfliche Abteilungen
Wird auch die geburtshilfliche Abteilung in Goch geschlossen? In den 1990er-Jahren hatte sich niemand vorstellen können, dass die geburtshilfliche Abteilung des Marienshospitals Kevelaer einmal dicht machen könnte. Junge Mütter lobten das Haus, und alle waren zufrieden. Aber der gute Ruf konnte die Schließung der Station nicht verhindern, denn wirtschaftlich entscheidend sind die Entbindungszahlen, und die fielen und fielen - so wie überall im Land. Noch 2003 wurde das Schließungsgerücht heftig dementiert, dann kam es doch - das Aus zum 30. September 2004. Die werdenden Mütter wurden vertröstet: Im nahen Goch gebe es weiterhin eine vorzügliche Entbindungsstation. In Fachkreisen wird mit der Fallzahl 500 operiert: Erst ab 500 Entbindungen im Jahr könne eine geburtshilfliche Abteilung kostendeckend gefahren werden. Diese Marke erreicht Goch nicht - trotz Schließung der Kevelaerer Station. Das Klever Krankenhaus, dessen Station gerade modernisiert worden ist, freut sich über rund 700 Geburten im Jahr. Ob Goch tatsächlich zugunsten von Kleve geschlossen wird - die Krankenhäuser Kleve, Goch und Kevelaer gehören zum gleichen Verbund -, soll noch nicht fest stehen. Es gebe wohl Überlegungen, die Geburtsabteilungen von Kleve und Goch zusammenzulegen. Dies sei zurzeit aber noch Zukunftsmusik, wird Chefarzt Dr. Heinz Schoelen heute in der "NRZ" zitiert. In Kevelaer waren die Dementis, als die ersten Gerüchte von der Stationsschließung die Runde machten, sehr viel kräftiger. Dienstag, 24. August 2010 |
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*© MARTIN WILLING |