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| DEUTSCHLANDS HANDVERLESENES KULTURMAGAZIN FÜR NIEDERRHEIN-OSTFRIESEN |
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Wenn Fiffi springt, ist das Zehnfache fällig
Lammfromm!
Aber wehe, wenn er vor Springt der Köter "einen Menschen in Gefahr drohender Weise an", ist im Einzelfall die Gefährlichkeit des Hundes erwiesen. Sogleich wird der Hund steuerlich hochgestuft: Statt der 60 Euro für einen zivilisierten Dackel kostet derselbe Waldi nun als "gefährlicher Hund" 600 Euro im Jahr. Kläff, kläff! Auch wenn sie sich lammfromm verhalten sollten, sind die Abkömmlinge bestimmter Rassen a priori "gefährliche Hunde": "Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden." Sie schlagen, ob harmlos oder nicht, mit 600 Euro pro Schwanz zu Buche. Richtige Aufreger sind die "im Einzelfall gefährlichen Hunde", darunter auch solche, die "einen Menschen gebissen haben, sofern dies nicht zur Verteidigung anlässlich einer strafbaren Handlung geschah" oder "Hunde, die einen anderen Hund durch Biss verletzt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein". Na, das beweisen Sie mal! Versöhnlich kann stimmen, dass es den Hundesteuereintreibern nicht genügt, wenn ihnen ein saurer Nachbar des Halters was vom Pferd erzählt. Die Einstufung als "gefährlicher Hund" nimmt die Behörde erst nach Begutachtung durch einen amtlichen Tierarzt vor. Wobei klar ist, dass er dabei den Hund und nicht den lieben Nachbarn untersucht. Mittwoch, 11. August 2010 |
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*© MARTIN WILLING |