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| DEUTSCHLANDS HANDVERLESENES KULTURMAGAZIN FÜR NIEDERRHEIN-OSTFRIESEN |
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MARTINI
ON THE ROCKS
Erschütternd, nicht rührend |
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Nicht alles wird eingeweiht Die Begriffsverwirrung in den ostfriesischen Zeitungen unterscheidet sich kaum von der in den Blättern am Niederrhein. Hier wie dort wird, auf Teufel komm 'raus, "eingeweiht". Am häufigsten lesen wir Salbungsvolles über eine Einweihung dann, wenn eine Weihe gar nicht stattfindet. Die sprachlichen und inhaltlichen Unterschiede zwischen kirchlicher Weihe und Segnung und profaner Eröffnung sind längst verwischt. Auf Norderney, so stand es im "Ostfriesischen Kurier", wurde eine neue Orgel in der katholischen Kirche eingeweiht. Ist das zur Abwechslung richtig? Bingo! Eine Orgel wird tatsächlich geweiht und nicht nur gesegnet. Was ist mit der "Hauseinweihung" durch einen Priester? Falsch, denn das Haus wird nicht geweiht, sondern gesegnet. Daran ändert auch nichts das viele Weihwasser, mit dem der Priester sämtliche Räume besprengt. Die weihevolle Handlung ist und bleibt „nur“ eine Segnung. Der Weiheakt - und das ist der wesentliche Unterschied zur Segnung - beinhaltet die Salbung mit geweihtem Öl, dem Chrisam. Glocken und Orgeln als Symbole und Instrumente der Verkündigung werden gesalbt, also geweiht, ebenso wie der Altar eines Gotteshauses; ansonsten werden nur Menschen gesalbt - zum Beispiel bei der Spendung des Sakraments der Krankensalbung. |
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*© MARTIN WILLING |