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Rabbuni
Martin
Willing, Kohle auf Karton, 70 x 50 cm, 2009.
Er
ist auferstanden; er ist nicht hier. Er geht euch voraus nach Galiläa; dort
werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Den drei Frauen - Maria
Magdalena und zwei Begleiterinnen -, die das Grab Jesu leer vorgefunden
haben, steckt der Schreck in den Gliedern. Aber sie werden, so schreibt
Markus, die ersten, die für die Auferstehung Zeugnis ablegen und den Jüngern
und besonders Petrus berichten sollen.
Maria
von Magdala ist auch im Johannes-Evangelium die erste Zeugin des leeren
Grabes. Sie läuft zu Petrus, der zusammen mit dem "Jünger, den Jesus
liebte" die Grabkammer betritt, während Maria Magdalena draußen
bleibt und weint. Da erscheint der auferstandene Christus. Er ruft sie bei
ihrem Namen. Maria dreht sich um und erkennt ihn: "Rabbuni", sagt
sie zu Christus. "Meister".
Mk 16,1-7:
Als
der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des
Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus
zu salben.
Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die
Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang
des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein
schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen
Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie
sehr.
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den
Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die
Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern,
vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn
sehen, wie er es euch gesagt hat.
Joh 20,1-18:
Am
ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel
war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie
schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu
ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht,
wohin man ihn gelegt hat.
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie
liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war
als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die
Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein.
Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu
gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern
zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere
Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.
Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten
auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte,
beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen
Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße
des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum
weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich
weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste
aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du?
Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn
du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich
ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch
zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht
fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen
Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater,
zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den
Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.
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